Da stehen sie, eines neben dem anderen. Ein grünes Tannenbäumchen am
anderen – kleine, mittelgroße und ganz große. „Kauft, liebe Leute, kauft! Nur solange der Vorrat reicht! Frische Bäumchen!“, ruft der Weihnachtsbaumverkäufer und reibt sich die kaltgefrorenen Hände wärmend aneinander.
Und dann kommen sie, die Mütter und Väter – Frauen und Männer und Kinder. Sie gehen durch die Reihen und suchen mal hier, schauen mal dort. Sie drehen und wenden die Bäumchen, denn jeder möchte das schönste haben. Doch dem einen ist dieses zu dünn, dem anderen jenes zu breit. Dem dritten ist es zu klein, dem Vierten zu hoch und dem Nächsten zu karg. So suchen sie emsig und mit Feuereifer nach dem perfekten Bäumchen, bis dann jeder das richtige gefunden hat. Und schon nach kurzer Zeit sind alle Bäumchen weg. Nur ein einziges ist noch da. Ein ganz kleines, Bäumchen. Ein wenig struppig und schief ist es, aber nicht hässlich. Doch keiner hat es gewollt und so wurde es von Ecke zu Ecke, von Reihe zu Reihe weitergeschoben und so mancher Ast ist dabei abgebrochen.
Da kommt ein alter Mann des Weges, der in einem großen dunklen Haus am Marktplatz wohnt. Er hat nur ein winzig kleines Zimmer unter dem Dach – mehr kann er sich nicht leisten. Traurig schaut er das kleine Bäumchen an, aber selbst für dieses hat er nicht genügend Geld. „Da, Alter, nehmen Sie es ruhig mit. Es ist doch schließlich bald Weihnachten!“, sagt der Tannenbaumverkäufer, als er den alten Mann erblickt, der so sehnsüchtig auf das kleine Bäumchen schaut. Voller Dankbarkeit nimmt der alte Mann das Bäumchen zärtlich in die Arme und eilt nach Hause in seine kleine Dachkammer. Dort stellt er es auf einen Tisch am Fenster. Und dann schmückt er das kleine Bäumchen mit den abgebrochenen Ästchen mit besonderer Sorgfalt und Hingabe, sodass es sich am Ende selbst nicht wiedererkennen kann. Mit all seiner Liebe hat der arme alte Mann sein Bäumchen zum allerschönsten der ganzen Stadt gemacht.
Nun blickt es von seinem Platz aus dem Fenster und kann die anderen Häuser rund um den Marktplatz sehen. Da stehen sie, geschmückt, geputzt, von Kerzen erhellt, mit Lametta und Kugeln behangen. Doch nicht eines ist so schön, denn keines hat so viel Liebe erfahren wie das kleine Tannenbäumchen.

Bildergebnis für christbaum vorlage"

Liebe Vereinsmitlgieder und Freunde,
hoffentlich habt auch Ihr das passende Bäumchen gefunden, oder auch keins gewollt, jeder wie er mag.

Die Turn- und Sportgemeinde 1906 Eschenhahn wünscht allen eine ruhige und gesegnete Weihnachtszeit.
Für das Neue Jahr 2020 Gesundheit, Zufriedenheit und viele kleine Glücksmomente.